1968-12-06 LP Decca SLK.4955 [uk] | |
1968 LP London PS 539 [us] | |
1969 LP Decca SLK 16570-P | |
1975 LP Decca XZAL 7504 | |
1986 Remastered - CD London 800 084-2 [de] | |
1986 Remastered - LP London 800 084-1 [nl] / EAN 0042280008413 | |
2002-10-22 DSD Remastered - CD Abkco 882 330-2 / EAN 0042288233022 | |
| 1. | Sympathy For The Devil | | 6:25 | |
| 2. | No Expectations | | 4:00 | |
| 3. | Dear Doctor | | 3:25 | |
| 4. | Parachute Woman | | 2:25 | |
| 5. | Jig-Saw Puzzle | | 6:20 | |
| 6. | Street Fighting Man | | 3:15 | |
| 7. | Prodigal Son | | 2:55 | |
| 8. | Stray Cat Blues | | 4:40 | |
| 9. | Factory Girl | | 2:10 | |
| 10. | Salt Of The Earth | | 4:55 | |
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2007-09-17 CD Universal 060075301426 (UMG) / EAN 0600753014264 | |
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2018-07-31 LP ABKCO 001877195391 / EAN 0018771953913 | |
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2018-11-16 50th Anniversary Edition - CD ABKCO 001877185022 / EAN 0018771850229 | |
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2018-11-16 50th Anniversary Edition - LP ABKCO 001877185161 / EAN 0018771851615 | |
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2022-10-14 CD ABKCO 001877121112 / EAN 0018771211129 | |
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2023-04-22 Swirling Mass Of Grey, Blue, Black & White Coloured Vinyl - LP Universal 0018771214519 (UMG) / EAN 0018771214519 | |
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2023-09-29 LP ABKCO 001877120481 / EAN 0018771204817 | |
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| **** Kultwerk, legendäres Plattencover und von Kritikern hochgelobt..mich überzeugt es auch nach langer Zeit immer noch nicht 100%.. Senast ändrad: 02.03.2011 22:21 |
| ****** Nach ihrem Ausflug in psychedelische Gefilde mit Their Satanic Majestic Request machten die Rolling Stones mit dem Nachfolgealbum Beggars Banquet einen Schwenk in ziemlich erdige Bluesregionen. Über weite Strecken beweisen die Stones mehr Bluesfeeling als so manch schwarze Bluesband. Und mit ihrer mittlerweile 9. Langspielplatte stellten sie auch klar, daß sie zum Ende der 60er Jahre die führenden Rockgruppe waren, denen so leicht keiner das Wasser reichen konnte, auch nicht mehr die Beatles. Das Album beginnt mit einem Knüller, der wie kein zweiter Rolling Stones einerseits auf Zustimmung als auch auf vehemente Ablehnung stieß: Das mehr als provokante Sympathy For The Devil. Für die, die Rockmusik schon immer für Teufelszeugs hielten, war klar, war das Stück nichts weiter als eine Huldigung des Satans ist. Wenn man das Stück ansieht, was es wohl auch ist, und zwar eine Provokation einer Band an ihre Gegner, dann ist Sympathy For The Devil eine wirklich witzige Angelegenheit. Ich gebe zu, gefallen hat mir das Stück eigentlich nie so recht. Aber es ist halt eines jener Stücke der Stones, das hängen bleibt und das mittlerweile Kultstatus besitzt. Eine Klasse für sich ist der Blues No Expetations. Hier klingen die Stones so, als hätten sie das Stück im tiefsten amerikanischen Süden aufgenommen. Dieser Blues mit einer herrlichen Bottleneck-Guitar und den Pianoeinlagen von Nicky Hopkins besitzt ein solches Feeling und eine derartige entspannte Atmosphäre, wie man sie von den Stones bei solchen Stücken nicht sehr oft zu hören bekam. Dear Doctor ist ein richtig gesunder Blues mit richtig tollen Mundharmonikaeinlagen. Parachute Woman ist ein ziemlich erdiger Bluesrocker, wie ihn selbst ein Muddy Waters nicht hätte besser einspielen können. Ein ebenfalls guter Bluesrocker ist das über 6 Minuten lange Jig-Saw Puzzle. Ein Rocker in der Tradition der großen Rolling Stones Hymne ist Street Fighting Man. Als Singleauskopplung war das Stück international ein Hit, nur in England wurde es nicht als Single ausgekoppelt. In politisch unruhigen Zeiten von Studentenunruhen hielt es die Plattenfirma wohl für besser, auf eine Singleauskopplung in England vorerst zu verzichten. Allerdings erschien Street Fighting Man 1971 in England als Single. Der Grund für Decca dürfte wohl der gewesen sein, daß die Stones kurz zuvor ihr eigenes Label Rolling Stones Records gegründet hatten und das sich mit dem Gruppennamen viel Geld verdienen ließ. Prodigal Son bietet einmal mehr einen Blues, der so klingt, als sei er in der Hitze der amerikanischen Südstaaten entstanden. Stray Cat Blues ist ein solider Rocker, der allerdings nicht unbedingt zu den Highlights auf Baggers Banquet zu zählen ist. In Factory Blues spielen sie einen Blues, der so klingt, als sei er direkt nach einem anstrengenden Arbeitstag auf den Tabak- bzw. Baumwollfeldern entstanden. Die leichten Bluegrass-Elemente machen aus diesem Stück etwas ganz besonderes. Ein echter Höhepunkt eines an Höhepunkten reichen Albums ist der gemäßigte Bluesrocker Salt Of The Earth mit seinem wunderbaren Gospelchor. Von Sympathy For The Devil und Street Fighting Man abgesehen haben die Stones mit Beggars Banquet ein famoses Bluesalbum eingespielt, ein echter musikalischer Kontrapunkt zum psychedelischen Vorgänger Their Satanic Majestic Request. Hätte Mick Jagger eine schwärzere Stimme bzw. die stimmliche Intensität eines Eric Burdon, so könnte man Beggars Banquet für das Album einer schwarzen Gruppe halten, die mit zwei Stücken (Sympathy For The Devil und Street Fighting Man) kleine Abstecher in die weiße Rockmusik machen. Den Stones Fans braucht man dieses Album nicht groß empfehlen, sie werden dieses Juwel zu schätzen wissen. Wer die Rolling Stones der Neuzeit mag und gerne einmal hören möchte, wie sie in ihrer allerbesten Zeit klangen und was für phantastische Musik sie damals gemacht haben, der bekommt mit Beggars Banquet eine eindrucksvolle Nachhilfelektion. |
| **** ..Voyager hat gesprochen.. ^^ |
| ***** Zwischen 5 und 5,5 Sternen. Gehört zu ihren Top-5. |
| ****** Bin immer gern bereit, mir über hitparade.ch infos zu besorgen. Aber wenn schon beim besten Album aller Zeiten kaum eine Angabe stimmt....<br>Erstmal Beggar's Banquet kam 1968 raus, nicht 1969.<br>Die Bestellnummer ist die einer deutschen Nachauflage aus den 80ern. Und das Cover kam erst mit der CD-Veröffentlichung.<br>Tut meiner Bewertung dieses absoluten, uneingeschränkten Meisterwerks aber keinen Abbruch. 10 von 6 Punkten |
| ****** Großartig, voyager hat schon alles gesagt. Bei Alben wie diesem bekomme ich Lust, mir die komplette Discographie der Stones zu besorgen. Blues-Rock vom Feinsten. Muss ganz laut und in einem Stück gehört werden, am besten direkt vom Tonträger und in dieser Titelreihenfolge. So wirkt es für mich am Besten. |
| **** Es reicht nicht ganz für eine 5. |
| ***** ... doch ... |
| ***** Für mich nach "Let It Bleed" das 2.beste ihrer 4 grossen Alben<br>Ende der 60er/Anfangs der 70er Jahre und somit auch das<br>2.stärkste Werk von ihnen überhaupt....<br><br>5 - 6 Senast ändrad: 01.04.2014 23:58 |
| **** Sorry, das reicht gerade mal für eine 4. Eigentlich eine 3.<br>Außer Sympathy konnte ich hier nichts für mich entdecken.<br><br>Zuletzt hatte ich im Buch "...denn zum Küssen sind sie da" von James Patterson mal wieder gelesen, dass dies ein Klassiker ist.<br>Ich kann das beim besten Willen nicht bestätigen.<br><br>17.03.21: Zu diesem Album gibt es eine Podcast-Folge "Alben für die Ewigkeit", in der man interessante Infos zu diesem Album kommt.<br><br>Nach sieben Jahren Rolling Stones ist Beggars Banquet der Höhepunkt ihrer Karriere. Der vorläufige, sagen einige; der endgültige, sagen andere. Was soll nach dem Tod von Brian Jones noch kommen?<br><br> https://open.spotify.com/episode/3UioMFzCXUBt6KbGGtjR5A?<br><br><br>09.08.21: Zu diesem Album gibt es eine Podcast-Folge "SWR1 Meilensteine - Alben, die Geschichte machten".<br><br>Bettlerbankett mit Tortenschlacht so das Szenario bei der Pressekonferenz zu unserem SWR1 Meilensteinealbum "Beggars Banquet" der Rolling Stones. Ausflüge in Richtung Pop und psychedelische Klänge liegen hinter den Rolling Stones.<br><br> https://open.spotify.com/episode/4OMdXo1r8oMUOuFBtJZXbZ?Senast ändrad: 09.08.2021 18:05 |
| ***** In der Tat, Voyager2 hat bereits alles gesagt.<br>Aber vielleicht doch noch ein paar eigene Bemerkungen: Zu einer Zeit, in der die Beatles in der Auflösung begriffen waren, vielleicht auch weil sie von der Produktion her immer kompliziertere Ansprüche entwickelt hatten, zeigt diese Scheibe der Stones, dass man sich auch durch einen Rückgriff auf seine musikalischen Wurzeln wieder neu erfinden kann.<br>Sympathy for the Devil groovt genial im Samba-Rhythmus, während dagegen stärker akustisch angelegte Songs wie das gefühlvolle No Expectations, die Country-Parodie Dear Doctor, und der klassische Delta-Blues Prodigal Son zeigen, dass die Stones auch diese Seite amerikanischer Musik neu neu mit Leben füllen können. Aber auch die richtig rockenden Perlen wie Street Fighting Man und der Stray Cat Blues finden sich auf dem Album.<br>Zwar haben die Songs allesamt ihre interessanten Eigenheiten, aber Übersongs sind wirklich nur die Hits "Street Fighting Man" und "Sympathy for the Devil" geblieben.<br>Reicht für mich aber für solide 5 Sterne. |
| ***** Während man im DDR-Rundfunk alle Titel der Beatles rauf und runter spielte standen die Stones lange Zeit auf dem Index, sie wurden nicht mal erwähnt.<br>Bis 1982, glaub ich mich zu erinnern. Da überschlugen sich die Ereignisse. In der beliebten Sendung "Wünsch dir doch mal Tanzmusik", immer Fr von 23,00 - Sa 03,00 Uhr, die mitverantwortlich für mangelnde <br>Aufmerksamkeit am Samstags-Schulunterricht war (dort kam Westmusik, die sich die Musikredakteure am Tage nicht zu spielen trauten), war plötzlich die ernste Stimme des Redakteurs zu hören: "Uns erreichen <br>häufig Musikwünsche nach der englischen Band 'The Rolling Stones'; wir bitten davon Abstand zu nehmen, da diese Band mit unserer humanistisch - sozialistisch geprägten Kultur unvereinbar ist". Na da weiß man doch woran man ist - die Stones ... Es gab sie also doch ! Vier Wochen später traute ich meinen Augen nicht, als in einer Programmzeitung das Album "Beggars Banquet" angekündigt wurde. <br>Auf DDR II, einem ansonsten reinen Klassik-Kanal. DIe Sendung war dann ein Traum. Die Texte wurden alle übersetzt, die beiden Seiten zum Mitschneiden komplett hintereinander gespielt. Und die Einleitung war <br>ungefähr so: "Die Rolling Stones zeichnen ein beeindruckendes Bild vom Leben der einfachen Menschen, sie stehen als Vorreiter für ein besseres Leben nicht nur des britischen Proletariats" ... Bei dem Kontrast haut's <br>dich um. Was ein neuer Entscheidungsträger im Kulturministerium so ausmacht ... |
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